PROTEST DER ÖTK-FRAUENBEAUFTRAGTEN

By | 27. April 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Zeiten der Corona-Krise sind auch für uns Tierärztinnen herausfordernd. Aufgrund der restriktiven Maßnahmen der Bundesregierung ist es für viele anstrengender geworden die Praxis weiter am Laufen zu halten und Umsatzeinbrüche so gut es geht zu verhindern oder abzufedern. Gerade für uns Frauen im Beruf tritt die Doppelbelastung mit Familie jetzt besonders hervor, gilt es doch auch noch Betreuungsverpflichtungen und Homeschooling unter einen Hut zu bringen.

Gerade in schweren Zeiten wie diesen ist es notwendig, die politische Arbeit im Hintergrund weiterzuführen, um die Stabilität des Systems zu gewährleisten, Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Mitglieder zu diskutieren u.v.m.

Wenn die Tätigkeit von engagierten Funktionärinnen allerdings dadurch erschwert wird, daß aus fix ausgemachten Meetings per Videokonferenz kurzfristig Präsenzsitzungen werden sollen, wenn Einwände dazu betreffend einer mehrstündigen Anreise, bestehenden Ausgangsbeschränkungen sowie möglichen Formalfehlern ignoriert oder nicht beantwortet werden, dann muss man dagegen protestieren.

Als Vizepräsidentin der Österreichischen Tierärztekammer und auch als ÖTK-Frauenbeauftragte halte ich eine solche Vorgehensweise für unzumutbar.

Dr. med.vet. Andrea Wüstenhagen, 2. Vizepräsidentin der ÖTK, ÖTK-Frauenbeauftragte

Beitrag abgeändert am 29.04.2020