Generalversammlung 18.03.2014 Ansfelden

By | 9. September 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen im IVPTÖ!

Vorab möchte ich mich gleich mal für die tolle Generalversammlung 2014 des IVPTÖ bedanken.

In dieser kollegialen, kritischen und problembewussten Atmosphäre macht es Freude sich in der Standesvertretung zu engagieren und an der Entwicklung unseres Berufsstandes zu mitzuarbeiten.

Und es machte klar, wir sehr wir einen aktiven und zukunftsorientierten Interessenverband in Österreich brauchen.

Das große Kennzeichen dieser richtungsweisenden Veranstaltung war die Ausdauer aller Beteiligten Diskussion auf hohem Niveau. Schließlich diskutierten wir von 15 – 22 Uhr, ohne an Intensität zu verlieren.

Ohne eine Rednerliste führen zu müssen, wurden die Ereignisse des letzten Jahres von der

  • ÖTK-Wahlwerbung,
  • Vorstands- und Präsidentenwahl,
  • die beiden Delegiertenversammlungen der ÖTK und deren Entscheidungen,
  • bis hin zu den Versäumnissen und Verbesserungspotentialen in der Standesvertretung

berichtet und intensiv diskutiert.

So konnten wir aus erster Hand die Probleme und Notwendigkeiten, die Historie und die Zukunftsschau der Wohlfahrt und des Versorgungsfonds, der Kollektivvertragsverhandlungen, der tierärztlichen Kooperationen, Aktivitäten zu Erhaltung der tierärztlichen Hausapotheken, der Honorarordnung etc. erfahren und besprechen.

 

Jede(r) Einzelne sei bedankt, möchte mich aber ganz Speziell bedanken bei:

Neu gegründetem Arbeitskreis 7 „Nutztier“: (anwesend und vorgetragen von Kollegen Grassauer, Elmer, Klingler, Huber – unterstützt von Koll. Tritthart)

Die Performance, Informationsdichte, Kompetenz und Gestaltungsfreude sind bemerkenswert und vorbildlich: Sehr genau wurde uns die faktische Entwicklung des TGD, der AB-MengenstromVO, die Mängel in der Ausbildung zur NT-Praxis und die Bedrohungen der Berufsfelder dargelegt. Der IVPTÖ wird die geplanten Aktivitäten und Veranstaltungen des AK „Nutztier“ mit vollen Kräften unterstützen und für die notwendige Verbreitung in den Medien und in der Tierärzteschaft sorgen.

Die Tätigkeit der IVPTÖ-Arbeitskreise finden einerseits Ihre Umsetzung in der Arbeit in der Österreichischen Tierärztekammer, andererseits ergänzen sie diese oder geben Ziele und Limits vor:

AK1 Dienstgeberplattform und Formen tierärztlicher Kooperationen (Markus Kasper): diese vom IVPTÖ angezogenen Themen und deren Verquickung findet seine Umsetzung in der täglichen Arbeit der Abteilung der Selbständigen. Außerdem haben wir in den Räumlichkeiten der Tierklinik Breitensee eine „Arbeitszeit/Arbeitsruhe“-Veranstaltungen mit Kleintierpraktikern und –Klinikern zur Verbreiterung der Datenbasis für die KV-Verhandlungen abgehalten (sehr produktiv!). Ähnliche Daten werden der AK7 Nutztier und Börge Schichl für die Pferdeleute beisteuern.

Besonders erwähnenswert ist auch die Tätigkeit von den Kolleginnen Gabriele Bacher und Andrea Wüstenhagen, die sich dem schlecht zugänglichen Thema der „Probleme von selbständigen Tierärztinnen“ im Arbeitskreis 3 widmen. Eine erste Umfrage liegt vor, die die „Schmerzzonen“ deutlich aufzeigen. Als nächser Schritt soll die tierärztliche Öffentlichekit für diese Problematiken sensibilisiert werden.

Arbeitskreis 4 „Postgraduales Training und Ausbildung“ geleitet von Norbert Kopf, der Enormes mit dem Aufbau und der Umsetzung des TITZ „Tierärztlichen Trainingszentrums“geleistet hat.

Dieser Arbeitskreis wird sich an der aktuellen Debatte um das neuzuschaffende Berufsbild des/der TFA „Tierärztlichen Fachangestellten“ beteiligen und sich um die Nutzung des Erfahrungsschatzes von KollegInnen die bereits im Ruhestand sind, bemühen.

Des weiteren wollen wir in der stillstehende Diskussion um Zusatzbezeichnungen oder Fachtierarztsparten die Nähe zur VÖK suchen, die sich auch um diese Themen ebenfalls intensiv bemüht.

Arbeitskreis 5 und 6 (Industrie, Recht Europa – Öffentlichkeitsarbeit, Tierschutz) werden von den Kolleginnen Michaela Reis–Mandl und Gabriele Bacher in ein sehr aktives 2014 geführt: Viele neue Ideen, gute Europäische Kontakte und Erfahrung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit werden in diese sehr arbeitsintensiven Arbeitskreise fließen.

Ganz speziell in den Mittelpunkt werden 2014 die Leistungsdarstellung der Tierärzteschaft in der öffentlichen Wahrnehmung und das Thema „Tierschutz“ mit einer geplanten großen „Tierschutzenquete“, rücken.

Ein besonders  Anliegen,war und ist uns die Mitgliederwerbung. Jedes Mitglied wurde aufgerufen sich dabei zu beteiligen und wir werden ganz Speziell die Studienabgänger in Richtung Selbständigkeit betreuen.

Abschließend darf ich erwähnen, dass die Akzeptanz und Notwendigkeit eines tierärztlichen Interessenverbandes darin liegt, dass viele Mitglieder des IVPTÖ auch in  anderen Tierärztlichen Vereinigung und in der Kammer aktiv und gestalterisch tätig sind und so ihren großen Erfahrungsschatz und Wissensstand einbringen. Dabei sind weder in der Diskussion noch im Problembewusstsein Grenzen oder Ressentiments zu bemerken – ganz im Gegenteil. Das entspricht unserem Gründungsgrundsatz offene Diskussionsräume zu gewährleisten.

Sobald Schriftführerin Kollegin Bacher das sehr ausführlichen Protokoll fertig hat, werden wir es Euch selbstverständlich gleich übersenden – herzlichen Dank Gabi!

 

Mit großer Freude und herzlichen Grüßen

 

Dr. Markus Kasper

Obmann des IVPTÖ

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